Einige Bemerkungen

zum vorweihnachtlichen Handwerkermarkt in Olbersdorf

Presseerklärung von Pfarrer Dr. Mai

Seit zwei Jahren gab es Vorgespräche zu einer Verknüpfung von Martinstag (11.11.) und Olbersdorfer Markt. Dabei war immer deutlich, dass die Auffassung „Advent ist im Dezember“ der EKD unterstützt werden soll. Als das Landratsamt 2015 zum ersten Mal um ein Votum der Kirchgemeinde – wie es gesetzlich vorgesehen ist – gebeten hat, hat der Kirchenvorstand mit Rücksicht auf die bestehenden Verträge die Organisatoren nicht im Regen stehen lassen wollen und als Ausnahme positiv votiert. Das war mit der Ankündigung verbunden bei erneuter Anfrage die Verknüpfung mit dem Martinsfest anzustreben.

Europaweit wird 2016 das 1700. Jubiläum des Martin von Tours gefeiert. Die Kirchgemeinde möchte den Sinngehalt dieses Ereignisses, nämlich die Aufforderung zum Teilen, zu Solidarität und Mitmenschlichkeit, das Eintreten für die Gemeinschaft, stark machen. Gleichzeitig hat die Kirchgemeinde ein Interesse daran, den Sonntag als freien Tag möglichst zu schonen. Das entspricht den 10 Geboten („Du sollst den Feiertag heiligen.“). Der Kirchenvorstand ist in dieser Frage seinem Gewissen gefolgt.

Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Feiertag mit gedenkendem Charakter. Es ist schön, wenn der Gemeinderat von Olbersdorf das, wie im letzten Jahr, mit einem Gedenken auf dem Friedhof gewürdigt hat. Wir freuen uns, dass jetzt die Ereignisse Markt und Martinstag zusammengebracht werden, denn wir wollen uns nicht zerteilen lassen, sondern zusammenkommen. Wir wollen uns nicht in die Kirche zurückziehen, sondern auf dem Markt für Hoffnung und Lebensfreude eintreten. Das kann mit dem Martinsumzug gut ins Bild gebracht werden.

Pfr. Dr. Christian Mai

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